Obernzell. – Gut besucht war die zentrale Wahlkampfveranstaltung des SPD-Ortsvereins Obernzell im Landhotel Donaublick. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, die Kandidatinnen und Kandidaten sowie deren kommunalpolitische Ziele persönlich kennenzulernen.
Marktgemeinderätin Sandra Wietscher eröffnete den Abend, hieß die Gäste willkommen und gab einen Ausblick auf die bevorstehenden Termine bis zum Wahltag. Sie betonte die Bedeutung des direkten Austauschs mit der Bevölkerung in der heißen Phase des Wahlkampfs.
Markus Stoiber, Kandidat für den Marktgemeinderat, stellte zentrale Themen seiner politischen Arbeit vor: sichere Schulwege, ein Tempolimit von 30 km/h an der Grundschule und dringend notwendige Maßnahmen gegen die wiederkehrenden Überflutungen im Ortsteil Haar.
Veronika Würzinger hob die Notwendigkeit einer familienfreundlichen Politik hervor. Für sie ist es entscheidend, dass junge Familien in Obernzell verlässliche Rahmenbedingungen finden, um langfristig im Ort bleiben zu können. Sie sprach sich dafür aus, die Bedürfnisse verschiedener Generationen in allen Entscheidungen stärker zu berücksichtigen und Familienangebote gezielt auszubauen.
Thomas Galle, Kandidat für den Gemeinderat, betonte die Bedeutung von Wohnraum, Integration und sozialer Verantwortung. Als Pflegefachkraft und Wohnbereichsleiter brachte er seine Expertise zu betreutem Wohnen und Tagespflege ein. Gleichzeitig hob er die zentrale Rolle der Vereine für die Integration von Kindern und Familien mit Migrationshintergrund hervor. Galle machte deutlich, wie wichtig es ist, jungen Familien Perspektiven im Ort zu bieten und gleichzeitig das Ehrenamt zu stärken.
Marktgemeinderat Max Escherich berichtete von seinen prägenden Erfahrungen in den vergangenen sechs Jahren im Gemeinderat. Er thematisierte Defizite in der Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und sprach sich für mehr Transparenz und Einbindung aller Mandatsträger aus. Dabei betonte er die Bedeutung, Fachwissen und Engagement von Ehrenamtlichen und Bürgerinnen und Bürgern stärker zu nutzen.
Die Hauptrede hielt Bürgermeisterkandidat Stefan Liebl, der seine Motivation für die erneute Kandidatur erläuterte und auf seine Erfahrungen als stellvertretender Bürgermeister und Marktgemeinderat zurückblickte. Liebl betonte, dass seine Kandidatur parteiübergreifend und generationenübergreifend breite Unterstützung erfährt. In seiner Rede stellte er die Schwerpunkte seines Programms vor, das auf Transparenz, Einbindung der Bürger, respektvolles Miteinander im Rathaus und nachhaltige Entwicklung der Marktgemeinde setzt.
Liebl nannte konkrete Vorhaben: Ausbau der Ganztagsbetreuung, Sicherung der Wasserversorgung, Instandhaltung der Infrastruktur, Erschließung von Baugebieten und Schaffung von Wohnraum. Auch Sicherheit für Kinder, Schwimmkurse, Angebote für Jugendliche und Senioren sowie eine Stärkung von Events, Tourismus und Ehrenamt zählten zu seinen zentralen Anliegen. Besonders hob er die Entwicklung des ehemaligen Krankenhauses und der Markthalle hervor, um seniorengerechtes Wohnen, Tagespflege und ein Bürgerhaus umzusetzen.
Abschließend fasste Bernhard Weindler, Marktgemeinderat und Fraktionsführer, die wichtigsten Punkte zusammen: Liebl bringe Erfahrung, Führungsstärke und Teamfähigkeit mit, setze auf Transparenz und Bürgernähe und verfolge konkrete Projekte für Wohnraum und Infrastruktur. Weindler betonte die Geschlossenheit des SPD-Teams und die Bereitschaft, die kommenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Die Veranstaltung zeigte deutlich: Die SPD Obernzell geht mit einem geschlossenen Team, klaren Inhalten und starken Kandidaten in die Endphase des Wahlkampfs. Bürgermeisterkandidat Stefan Liebl appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, die kommenden Veranstaltungen zu besuchen und sich aktiv einzubringen.